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Diese Homepage befasst sich nicht nur mit den Kriegen selbst, sondern auch damit, wie es denn eigentlich zu diesen drei Auseinandersetzungen kam, und die daraus resultierenden Folgen.

Wie kam es also dazu?Image result for Deutsche Reichseinigungskriege von 1864 bis 1871

Deutschland war bis dahin ein Flickenteppich von unzähligen Fürstentümern. Jedes Gebiet erhob eigene Steuern und Zölle, hatte eine eigene Verwaltung sowie eigene Gesetze. Dafür aber keine gemeinsame Außen- oder Verteidigungspolitik.

Die Kleinstaaterei zu überwinden war das Ziel der Deutschen Revolution von 1848/49, die niedergeschlagen wurde. Der Kampf um die Vorherrschaft war immer noch offen. Da gab es auf der einen Seite die Preußen und auf der anderen Seite die Österreicher. Letztgenannte hatten immer noch den Vorsitz im Deutschen Bund inne und wurden von den Habsburgern unter Kaiser Franz Joseph I. (1848-1916) regiert.

Diese Form der Staatlichkeit nannte man Dualismus.

Das Königreichen Preußen war allerdings in den Bereichen Wirtschaft und Politik stärker und einflussreicher im Vergleich zum Nachbarn im Süden.

Auch der Adel, der in jener Zeit viel mitzubestimmen hatte, war für eine einstaatliche Lösung. Vor allem um einen einheitlichen Binnenmarkt ohne Zölle zu errichten, was dem wirtschaftlichen Aufschwung in jener Epoche hinderlich war.

Der Preußen-König Wilhelm I. ernannte 1862 Otto von Bismarck zum Ministerpräsidenten. Von 1867-1871 regierte er als Bundeskanzler des Norddeutschen Reichs, später als Reichskanzler. Seine Reform des Heeres war eine wichtige Voraussetzung für die kommenden Kriege. Er koalierte mit den Nationalliberalen und den Freikonservativen.

Bismarck gelang es zwar, die liberalen Kräfte für eine Einigung zu gewinnen, war aber auch davon überzeugt, dass politische Auseinandersetzungen durchaus auch mittels Krieg zu einer Lösung geführt werden können und müssen.